Sprinkleranlagen im Brandschutz: Die unterschätzten Lebensretter
Immer wieder hört man Mythen wie "Alle Sprinkler lösen gleichzeitig aus" oder "Sprinkler sind zu langsam". Doch die neuesten Zahlen des bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. zeigen ein ganz anderes Bild:
55 % aller Brände wurden 2024 mit nur 1–2 Sprinklerköpfen gelöscht
27 % der Brände benötigten nur 3–5 Sprinkler zur vollständigen Löschung
97 % der Löschanlagen lösten automatisch aus – 76 % davon während der Arbeitszeit
Wie funktionieren Sprinkleranlagen wirklich?
Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Irrtümern gehen nicht alle Sprinkler gleichzeitig los. Nur die Sprinklerköpfe, die sich in unmittelbarer Nähe des Brandherdes befinden, öffnen sich und beginnen mit der Löschung. Das minimiert Wasserschäden und sorgt für eine effektive, schnelle Brandbekämpfung.
Höchstes Brandrisiko: Metall- und Automobilindustrie
Die Metallverarbeitung (30 % der Brände) und die Automobilindustrie (18 % der Brände) zählen zu den risikoreichsten Branchen. Besonders gefährlich sind elektrische Schaltanlagen (47 %) und Werkzeugmaschinen (33 %).
Welche Löschsysteme sind am effektivsten?
CO₂-Löschanlagen (52 %) – Ideal für Maschinen und Produktionsanlagen
Inertgas-Löschanlagen (44 %) – Effektiv für ganze Räume
Chemische Löschgase – Speziell für EDV-Anlagen
Warum sind stationäre Löschanlagen so wichtig?
Schnelle Reaktion: Automatische Auslösung innerhalb weniger Sekunden
Schutz während und außerhalb der Arbeitszeit: Unersetzlich, wenn niemand vor Ort ist
Minimierung von Schäden: Gezielte Brandbekämpfung ohne unnötige Wasserschäden
Moderne Sprinkleranlagen sind hocheffektiv und widerlegen alte Mythen. Unternehmen in risikoreichen Branchen sollten auf präventiven Brandschutz setzen, um Schäden, Ausfälle und Risiken zu minimieren.
Mehr erfahren:
bvfa-Löscherfolgsstatistik 2024: Hier klicken
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